Stand: 30. August 2026
Ich verdiene mit diesem Kanal Geld. Mit Werbung, mit bezahlten Produktvideos, mit Provisionen. Das ist kein Makel, aber es ist ein berechtigter Grund zu fragen, wie viel davon mein Urteil beeinflusst.
Deshalb steht hier, wie ich das handhabe — bei der Werbung, bei Titeln und Thumbnails und bei der KI. Das hier ist ein lebendes Dokument: Was sich ändert, ändere ich hier, mit Datum.

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Werbung und Kooperationen
Wovon der Kanal lebt
- YouTube-Werbung vor und in den Videos. Darauf habe ich kaum Einfluss.
- Werbeintegrationen — ein gekennzeichneter Abschnitt in einem Video, in dem ich ein Produkt vorstelle, das mit dem Thema des Videos nichts zu tun haben muss.
- Bezahlte Produktvideos — ein ganzes Video über ein Produkt, für das ich bezahlt werde. Gekennzeichnet, von der ersten Sekunde an.
- Affiliate-Links in den Videobeschreibungen und auf der Empfehlungsseite. Kaufst du darüber, bekomme ich eine Provision. Für dich wird es nicht teurer.
- Barterdeals — ich behalte das Produkt, statt Geld zu bekommen. Das mache ich nur bei Dingen, die ich mir sonst selbst gekauft hätte.
- Pressefahrzeuge — Autos, die ich für ein paar Tage fahre und danach zurückgebe. Kein Geld, keine Vorgaben, keine Absprache über den Inhalt.
Ein Produkt, das ich teste und danach kommentarlos zurückschicke, ohne dass irgendetwas geflossen ist, gibt es bei mir nicht. Wenn ich ein Gerät teste, habe ich es entweder selbst gekauft, oder es ist mindestens ein Barterdeal — und dann ist es Werbung und wird gekennzeichnet. Die einzige Ausnahme sind Fahrzeuge.
Gekennzeichnet wird immer
Werbung ist als Werbung erkennbar — im Video, in der Beschreibung, hier auf der Seite. Und zwar nicht nur, wenn Geld fließt: Ein Produkt, das ich behalten darf, ist genauso ein geldwerter Vorteil wie ein Honorar und wird genauso gekennzeichnet.
Das gilt auch für Affiliate-Links und Rabattcodes — die stehen sichtbar als solche da, nicht kleingedruckt am Ende einer Videobeschreibung. Verlose ich etwas, das mir ein Hersteller gestellt hat, steht das ebenfalls dabei.
Die eine Ausnahme sind Pressefahrzeuge. Ein Auto, das ich für ein paar Tage gestellt bekomme, ohne Geld, ohne Vorgaben und ohne jede Absprache über das, was ich sage, trägt keine Werbekennzeichnung — es ist keine Werbung, sondern die übliche Arbeitsgrundlage eines Tests. Woher das Fahrzeug kommt, sage ich im Video trotzdem. Sobald ein Hersteller dafür bezahlt oder inhaltliche Vorgaben macht, ist es kein Pressefahrzeug mehr und wird gekennzeichnet.
Was Geld nicht kauft
Ein bezahltes Video ist bei mir kein Werbespot mit meinem Gesicht davor. Vier Dinge verlange ich seit 2026 in jeder neuen Zusammenarbeit, bevor ich zusage:
Gemessen ist gemessen
Was ich messe, kommt ins Video — auch wenn es dem Hersteller nicht gefällt. Es gibt keine Absprachen über Werte, keine vorgegebenen Testbedingungen und kein „lass den Wert weg“.
Die Kritik bleibt drin
Kein Produkt ist fehlerfrei. Was mich gestört hat, sage ich — im bezahlten Video genauso wie im unbezahlten. Wer das nicht aushält, bekommt kein Video.
Ich kann abbrechen
Taugt ein Produkt nichts, erscheint kein Video. Dann gebe ich das Geld lieber zurück, als etwas zu empfehlen, was ich nicht empfehlen kann. Das ist mir immer noch lieber als eine schöngefärbte Folge.
Das Urteil bleibt bei mir
Ob ein Produkt am Ende eine Empfehlung bekommt, entscheide ich. Nicht der Auftraggeber, und auch kein Assistent.
Das ist meine Verhandlungslinie, nicht das Zitat aus einem bestimmten Vertrag — über einzelne Vereinbarungen und Konditionen sage ich nichts, dazu bin ich gegenüber meinen Partnern verpflichtet.
Der ehrliche Punkt: Ja, der Hersteller sieht das Video vorher
Andere Kanäle schreiben an dieser Stelle „keine Freigabe, niemals“. Bei mir ist das anders, und ich sage lieber offen, wie es läuft: Bei bezahlten Videos schaut der Hersteller vorab ins Skript und sieht das fertige Video vor der Veröffentlichung.
Der Grund ist nicht Schönfärberei, sondern Genauigkeit. Ich teste viele Geräte zum ersten Mal. Es kann passieren, dass ich eine Funktion falsch bediene, eine Einstellung übersehe oder eine technische Angabe falsch verstehe. Wenn jemand das bemerken kann, dann der Hersteller — und dann will ich es wissen, bevor das Video draußen ist. Falsche Fakten nützen niemandem, dir am wenigsten.
Wofür dieses Prüfrecht gilt — und wofür nicht:
- Es gilt für Fakten. Falsch recherchierte technische Angaben, verwechselte Werte, veraltete Daten, eine Funktion, die ich falsch bedient habe. Solche Dinge korrigiere ich gern, bevor sie draußen sind.
- Es gilt nicht für Meinung und nicht für Geschmack. Was mir gefallen hat und was nicht, ist keine Faktenfrage. Da hat der Hersteller nichts zu melden, und das ist vorher ausdrücklich so vereinbart.
- Meine Messwerte bleiben stehen. Hat der Hersteller andere Zahlen, ergänze ich sie als Herstellerangabe — solche Werte entstehen in der Regel unter Optimalbedingungen. Das macht sie nicht falsch. Aber meine Zahl kommt aus meinem Alltag, und die steht daneben.
- Die Kritik wird nicht wegverhandelt. Ein „das würden wir gern anders formulieren“ bei einer Aussage, die mir schlicht nicht gefallen hat, ist kein Fehler, den ich korrigiere.

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Wie ich teste
Ich teste Produkte so, wie sie mir im Alltag begegnen. Nicht im Labor, nicht mit der Lupe, nicht auf der Suche nach dem Haar in der Suppe. Was ihr in meinen Videos seht, sind die Erfahrungen aus ein paar Wochen normaler Benutzung — mit allem, was dabei auffällt, und ohne das, was man nur findet, wenn man ein Gerät gezielt auseinandernimmt.
Worauf ich achte: ob das Werbeversprechen im Alltag ungefähr hinkommt. Wenn ein Hersteller eine Reichweite, eine Laufzeit oder eine Funktion verspricht, dann messe ich, was bei mir davon ankommt.
Worauf ich verzichte: die Fehlersuche um ihrer selbst willen. Wenn etwas beim ersten Versuch hakt und beim zweiten läuft, ist das für mich kein Skandal — so ist das mit Technik. Ich schaue wohlwollend hin, so wie im echten Leben. Was mich wirklich gestört hat, sage ich deutlich; aus einer Kleinigkeit mache ich aber keine Schlagzeile.
Das ist kein Freibrief, sondern eine Ansage über die Art meiner Tests: Bei mir seht ihr, wie ein Produkt sich im Familienalltag schlägt. Wer Messwerte vom Prüfstand braucht, ist bei einem Fachlabor besser aufgehoben.
Wofür ich keine Werbung mache
- Glücksspiel und Sportwetten
- fragwürdige Nahrungsergänzungsmittel und Gentests
- unseriöse Finanzprodukte, Krypto-Versprechen, „passives Einkommen“
- Online-Spiele mit Pay2Win-Modellen
- Erwachsenenunterhaltung
- Kurse und Zertifikate mit leeren Versprechen
- alles, was ich selbst nicht benutzen würde
Produkte für Kinder schließe ich nicht grundsätzlich aus. Wir sind eine Familie, und wenn etwas für Kinder sinnvoll ist und bei uns zu Hause wirklich im Einsatz ist, zeige ich es auch. Was ich nicht mache: Werbung, die sich an Kinder richtet statt an ihre Eltern.
Titel und Thumbnails
Titel und Thumbnails sind das, worüber am schnellsten „Clickbait!“ gerufen wird. Ein Video, das niemand anklickt, hätte ich mir auch sparen können — also gestalte ich beides so, dass es auffällt. Aber es gibt Regeln, an die ich mich halte.
Woran ich mich binde
- Inhaltstreue. Was im Titel steht und im Thumbnail zu sehen ist, kommt im Video vor. Kein versprochenes Ergebnis, das dann fehlt.
- Ehrliche Zahlen. Steht eine Zahl im Titel oder Bild, ist es meine gemessene Zahl oder eine gekennzeichnete Herstellerangabe. Nichts geschätzt, nichts gerundet, bis es besser klingt.
- Kein Wort, das ich im Video nicht auch sagen würde.
Was ich mir erlaube
- Neugier wecken. Eine Frage offenlassen, damit du sie im Video beantwortet bekommst, ist kein Betrug. Das ist Erzählen.
- Knallige Farben, großer Text, mein Gesicht mit echtem Gesichtsausdruck.
- Eine persönliche Meinung. „Das hat mich überrascht“, „damit hatte ich nicht gerechnet“ — wenn es so war.
Was ich nicht mache
- Angst erzeugen, die der Inhalt nicht deckt. Keine Warnung vor einem Defekt, den es nicht gibt, keine erfundene Gefahr.
- Ein Ergebnis behaupten, das im Video widerlegt wird.
- Eine Situation zeigen, die nie stattgefunden hat.
Bei den Thumbnails hilft KI. Manche Bilder von mir sind KI-erzeugt, trainiert auf echten Fotos — sie zeigen mich, aber so aufgenommen wurden sie nie. Solche Thumbnails tragen ein kleines KI-Zeichen, damit du es siehst, bevor du klickst, und nicht erst danach. Auf dieser Website steht der Hinweis an jedem entsprechenden Bild.
Am Ende entscheidet ihr. Bei den meisten Videos laufen die Thumbnail-Tests von YouTube — drei Varianten gegeneinander, die mit der besten Resonanz bleibt stehen. Der Rest ist Erfahrung: Man sieht nach ein paar Jahren, was funktioniert und was nicht. Liegen zwei Varianten gleichauf, nehme ich die sachlichere.
Findest du, ich halte mich nicht daran? Dann schreib es in die Kommentare — aber bitte mit dem konkreten Punkt. „Clickbait, deabonniert“ kann ich nicht verwerten. „Der Titel verspricht X, im Video kommt aber nur Y“ schon.
Künstliche Intelligenz
Ich arbeite mit KI: bei Grafiken, beim Rohschnitt, bei der Post, bei Entwürfen. Nicht bei den Messungen und nicht bei der Bewertung. Meine Stimme ist echt, die Aufnahmen sind echt, jede Zahl kommt aus meinem eigenen Test.
Wie das im Einzelnen läuft, welche Bilder KI sind, wer meine Assistenten sind und wo eure Daten landen, steht ausführlich auf der eigenen Seite: Wie ich mit KI arbeite
Warum ich das aufschreibe
Diese Regeln nützen nur, wenn ich mich daran halte, wenn es unbequem wird. Das wird es — spätestens bei einer guten Anfrage für ein mäßiges Produkt. Dann gilt, was hier steht.
Eine Einschränkung gehört dazu, weil sie stimmt: Diese Grundsätze beschreiben meinen Anspruch an mich selbst und meine übliche Praxis. Bei älteren, bereits laufenden Verträgen kann die Umsetzung im Detail davon abweichen — was ich seit 2026 neu abschließe, richtet sich nach dem, was hier steht.
Und wenn dir etwas auffällt, das nicht zusammenpasst: Schreib mir. Lieber du sagst es mir, als dass es stehen bleibt.

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Stand: 30. August 2026 · Änderungen an diesen Grundsätzen stehen hier mit Datum.