E-Familienauto im Test: Erfahrungen mit 4 Kindern

E-Auto-Tests aus der Sicht, die in kaum einem Testbericht vorkommt: 2,02 m Fahrer, vier Kinder, sechs Personen, echter Urlaub. Nicht die Runde ums Werksgelände, sondern Wochen im Alltag.

Worauf ich bei jedem Auto achte

Passt hinter mich noch jemand?Bei 2,02 m ist der Fahrersitz ganz hinten. Die Sitzprobe ist bei mir keine Formalie, sondern entscheidet, ob das Auto für uns überhaupt in Frage kommt.
Vier Kindersitze – und dann?Kindersitze brauchen Platz in der Breite und Isofix an den richtigen Stellen. Drei nebeneinander ist die Königsdisziplin, die kaum ein Datenblatt beantwortet.
Überlebt der Kofferraum den Urlaub?Sechs Personen, Gepäck, Ladeplanung: Ich teste mit dem echten Familienurlaub, nicht mit Normkoffern.
Was kostet der Kilometer wirklich?Ladekurven an echten Säulen, Preise pro Kilowattstunde, Verbrauch bei jedem Wetter – und am Ende Cent pro Kilometer.

Unsere Vergleichsanker: ein Skoda Enyaq Coupé und ein MG4 – die beiden Autos, die hier dauerhaft laufen. An denen muss sich jeder Testwagen messen lassen, weil ich ihre Schwächen nach Jahren kenne.

Elektro-Familienautos im Vergleich

Alle Werte stammen aus meinen eigenen Tests: Kofferraum, Frunk und Anhängelast laut Hersteller, Preise als Listenpreise der Testwagen, Verbrauch selbst gemessen, Kindersitze selbst eingebaut. Wo ein Wert fehlt, habe ich ihn nicht gemessen.

Kia EV2 Kia EV5 XPENG G9 Volvo EX90
Sitze 4 (Testwagen) 5 5 7
Isofix hinten, 2 Plätze außen hinten außen hinten, nicht auf dem Beifahrersitz Reihe 2 ja, Reihe 3 nicht
Drei Kinder hinten entfällt (Viersitzer) Sitzerhöhung in der Mitte passte nicht, flache Außensitze schaffen aber Platz Sitzerhöhung in der Mitte passte nicht ja – mit integrierter Sitzerhöhung in der Mitte (310 € Aufpreis)
Kofferraum 403 / 1.201 l 566 / 1.650 l 660 / 1.576 l 324 / 697 / 2.135 l
Frunk 15 l 44 l 71 l 49 l
Sitzprobe 2,02 m vorne bequem, hinter mir sitzt niemand vorne und hinten genug Platz viel Platz mit 6–7 Personen im Alltag gefahren
Verbrauch (gemessen) 15,6 kWh/100 km Langstrecke, 13,1 ruhig 16,4 solo, 29,9 mit Wohnwagen 15–17 Stadt, 21,2 Autobahn 19,8 im Schnitt, 21,2 Autobahn
Anhängelast 750 kg (je nach Ausstattung prüfen) 1.200 kg 1.500 kg (optional) 1.500 kg
Preis Testwagen 37.530 € 54.250 € 67.560 € 101.530 €
Zum Test Langstrecke & Kosten Wohnwagen-Test Familientest Familientest

Preise sind Listenpreise der jeweiligen Testwagen-Ausstattung zum Testzeitpunkt.

Welches E-Auto für welche Familie?

Paar, kleine Familie, Zweitwagen

Der Kia EV2 ist sparsam und überraschend geräumig vorne. Unser MG4 funktioniert als Zweitwagen mit zwei Kindern erstaunlich gut.

Zwei bis drei Kinder, Urlaub mit Wohnwagen

Der Kia EV5 bietet viel Platz, eine verstellbare Rückbank und zieht bis 1.200 kg.

Viel Langstrecke, Komfort zählt

Der XPENG G9 lädt in meinem Test mit bis zu 277 kW – Ladestopps werden zur Nebensache.

Großfamilie, sieben Sitze

Der Volvo EX90 oder Peugeot 5008 Electric. Vor dem Kauf auf Isofix in Reihe 3 und die Zuladung achten.

Häufige Fragen

Passen drei Kindersitze nebeneinander in ein Elektroauto?

In meinen Tests selten. Bei EV5 und G9 passte neben zwei Isofix-Sitzen keine Sitzerhöhung mehr in die Mitte. Der Volvo EX90 löst das mit einer integrierten Sitzerhöhung in der Mitte der zweiten Reihe.

Haben elektrische Siebensitzer Isofix in der dritten Reihe?

Nicht alle. Der Volvo EX90 hat dort kein Isofix, Kindersitze mit Stützbein sind in Reihe 3 nicht zugelassen. Das unbedingt vor dem Kauf prüfen.

Wie viel mehr verbraucht ein E-Auto mit Wohnwagen?

Beim Kia EV5 auf exakt derselben Runde: 16,4 kWh solo, 29,9 kWh mit Wohnwagen – rund 82 Prozent mehr. Faustregel: Reichweite im Kopf halbieren und Ladestopps einplanen.

Was kostet ein Elektroauto pro Kilometer?

Das hängt vor allem davon ab, wo man lädt. Auf der Langstrecke nach Holland kam der Kia EV2 auf 8,26 Cent pro Kilometer. Zu Hause mit eigenem Solarstrom ist es ein Bruchteil davon.

Warum lädt ein 800-Volt-Auto am Tesla Supercharger langsam?

Viele Supercharger arbeiten mit 400 Volt. Der Volvo EX90 kam dort in meinem Test nur auf 112 kW, am EnBW-Schnelllader auf 212,9 kW.

Zuletzt getestet

Neu: der Volvo EX90 als Siebensitzer mit 800 Volt (warum am Tesla Supercharger nur 112 kW ankamen), der Kia EV2 mit dem kleinen 42-kWh-Akku (Reichweite, Laden und die Frage, ob ein 2-Meter-Mann reinpasst) und der Familienurlaub mit MG4 und Enyaq, der 87 Euro günstiger war als der Diesel-Bus.

Sechs Wochen MG4 statt Diesel-Caddy bei eingefleischten Verbrenner-Fahrern (der ausführliche Erfahrungsbericht), der Kia EV2 auf Langstrecke Richtung Holland (was die Fahrt wirklich gekostet hat), der Kia EV5 im Gespann-Test mit Wohnwagen, der Peugeot 5008 Electric als Siebensitzer für die Großfamilie, dazu der XPENG G9 mit 277 kW Ladeleistung und weitere – alle Tests laufen auf YouTube.

Tesla im Familientest

Model 3, Model Y und Model X – jedes Mal mit derselben Frage: Funktioniert das zu sechst? Alle Tesla-Videos auch als Playlist.

Model 3 HighlandEure Kinder werden ihn lieben.
Model Y JuniperDer Eierprotest – im Familiencheck.
Model YIch habe mich getäuscht.
Model XPerfekt für sieben Personen?
Model Y BasisUnter 31.000 Euro – zu viele Haken?
Sechs Personen, zwei SUPsZum See mit vollem Auto.
Bei einer Bestellung über meinen Tesla-Empfehlungslink gibt es je nach laufender Aktion Guthaben oder Extras. Ich verdiene daran nichts – die Prämie geht an eine Freundin, die einen Tesla fährt.
Testwagen sind häufig Leihgaben der Hersteller. Das steht in jedem Video sichtbar dabei – und ändert nichts am Urteil: Was mich stört, sage ich auch im bezahlten Video.

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