Anker SOLIX Solarbank MAX AC im Test: 14 kWh, echter Wirkungsgrad und SolarEdge-Integration

Video: Anker SOLIX Solarbank MAX AC: SolarEdge + Home Assistant Integration & echter Wirkungsgrad-Test

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Anzeige: Dieses Video entstand in Zusammenarbeit mit Anker SOLIX. Das Gerät wurde mir für den Test kostenlos zur Verfügung gestellt, und ich darf es behalten. Anker hat mir ein Briefing gegeben, welche Funktionen ich zeigen soll, und das fertige Material einmal vorab auf technische Bedienfehler gesichtet. Auf meine Bewertung hatte der Hersteller keinen Einfluss. Alle Messwerte habe ich selbst erhoben, Herstellerangaben sind als solche gekennzeichnet.

Mittags verkaufe ich meinen Solarstrom für 7 Cent ans Netz, abends kaufe ich ihn für 32 Cent zurück. Kleinspeicher mit 2 oder 4 kWh helfen da für ein ganzes Haus nicht weit. Anker hat mir deshalb die Solarbank MAX AC mit 14 kWh in den Keller gestellt: zwei massive LFP-Blöcke, Plug and Play laut Hersteller, bei mir auf die vollen 3.500 Watt freigeschaltet. Ich wollte wissen, was davon im Alltag übrig bleibt, wie sie mit meiner bestehenden SolarEdge-Anlage samt DC-Speicher zurechtkommt und was der Umweg über den Akku wirklich kostet.

Das Wichtigste in vier Punkten

Die Hardware14 kWh in zwei Blöcken, zusammen 136 Kilogramm, alles Aluminium und massiv verschraubt. Bis 3.500 Watt rein und raus, LFP-Zellen, 10 Jahre Garantie.
Der WirkungsgradIm normalen Hausbetrieb kamen von 15,64 geladenen kWh 12,50 kWh wieder heraus, das sind 79,9 Prozent. Beim E-Auto über die Notstromsteckdose kamen vom Netz bis in den Autoakku 70,3 Prozent an.
Die IntegrationÜber die lokale Modbus-TCP-Schnittstelle, Home Assistant und Node-RED arbeitet die Anker-Bank bei mir mit dem SolarEdge-DC-Speicher zusammen, ohne dass sich die Akkus gegenseitig leerziehen.
Die KostenRund 3.400 Euro für 14 kWh zum Earlybird-Preis. Pro Zyklus spare ich gegenüber der Einspeisung 2,91 Euro, mit Nachtladung im Winter 1,19 Euro. Anker nennt bis zu 3 Jahre Amortisation, das ist sportlich gerechnet.

Die Ankunft: 169 Kilo auf der Palette

Bei „Balkonkraftwerk-Speicher“ denkt man an ein Paket, das der Bote unter den Arm klemmt. Die Solarbank MAX AC kam angekündigt mit 169 Kilogramm auf einer Europalette. Plug and Play bezieht sich hier auf das Kabel, der Rest ist Gewichtheben. Alleine bewegt man da nichts, zu zweit haben wir alles in den Keller getragen und erst einmal trocken aufgebaut: zusammengesteckt, mit der App verbunden, aber noch nicht ans Netz. Die nackten Geräte wiegen zusammen 136 Kilogramm, die Kopfeinheit 73, der Erweiterungsakku 63 Kilo. Die Verarbeitung ist erste Sahne, alles Aluminium und massiv verschraubt, da merkt man, wo die Kilos herkommen.

Anker gibt 10.000 Zyklen bei 100 Prozent Entladetiefe an, bei einem Zyklus pro Tag wären das rechnerisch über 27 Jahre. Die Produktlebensdauer nennt Anker mit 15 Jahren, die Garantie mit 10 Jahren. Die Haupteinheit startet bei 7 kWh und lässt sich mit bis zu fünf Zusatzakkus auf 42 kWh pro Phase erweitern. Für Ende 2026 hat Anker einen dreiphasigen Parallelbetrieb angekündigt, voll ausgebaut wären das theoretisch 126 kWh. Ab einer gewissen Stapelhöhe muss der Turm an der Wand verschraubt werden, für unebene Böden gibt es optional eine Basisplatte. Meine zwei Bausteine stehen auch ohne stabil. Wer keinen Keller hat: Das System ist nach IP66 zertifiziert und hat eine Heizung, laut Anker läuft es bis minus 20 Grad auch im Freien.

Anker SOLIX Solarbank MAX AC: Gerätedaten
Kennzahl Wert Einordnung
Kapazität im Test 14 kWh (Haupteinheit 7 kWh plus ein Erweiterungsakku) Herstellerangabe
Zellchemie LFP Herstellerangabe
Gewicht 136 kg gesamt: Kopfeinheit 73 kg, Erweiterungsakku 63 kg Messwert (gewogen)
Lieferung 169 kg auf Europalette Angabe der Spedition
Lade- und Entladeleistung AC bis 3.500 W (oft voreingestellt 3.000 W, ohne feste Installation 800 W) Herstellerangabe
Notstromsteckdose 3.680 W, Umschaltung unter 10 ms Herstellerangabe
Gesamtausgang beider Ausgänge 5.000 W (mit Erweiterungsakku) Herstellerangabe
Zyklen 10.000 bei 100 % Entladetiefe Herstellerangabe
Lebensdauer / Garantie 15 Jahre / 10 Jahre Herstellerangabe
Erweiterung bis 42 kWh pro Phase, dreiphasig bis 126 kWh (angekündigt für Ende 2026) Herstellerangabe
Schutzart / Betrieb IP66, Heizung, bis −20 °C im Freien Herstellerangabe
Netzwerk nur WLAN 2,4 GHz; RJ45-Buchsen nur für systeminterne Kommunikation Beobachtung im Test

Installation und das Rechtliche

Anker nennt das Konzept PluginPower 2.0. Eine Wieland-Steckdose und das passende Anschlusskabel lagen bei mir bei, sonst muss man sie optional dazu bestellen. Die beiliegende Dose war allerdings eine Unterputz-Version, für meine nackten Betonwände habe ich ein Aufputz-Gehäuse nachbestellt. Mein Elektriker hat mir eine eigene Testleitung mit 2,5 Quadratmillimetern in den Keller gelegt, mit eigenem FI-Schutzschalter nur für diesen Anschluss. Daneben sitzt eine Aufputz-Schukodose für andere Tests, und in der Abzweigdose misst ein Shelly unabhängig von der App, was wirklich rein- und rausgeht. Das ist jetzt meine feste Teststation für AC-Speicher.

Wichtig: Wer die vollen 3.500 Watt nutzen will, braucht eine fest installierte Leitung, eine Mehrfachsteckdose reicht nicht. Nach der fachgerechten Installation lässt sich die Leistung in der App freischalten, voreingestellt sind oft 3.000 Watt, das hängt von der konkreten Installation ab. Der starke Eingang ist ein echter Vorteil: Typische Dachanlagen kommen mittags auf 4.000 bis 5.000 Watt, viele kleinere Speicher sind da der Flaschenhals. Mehr als zwei Elektrikerstunden braucht man für den Anschluss nach meiner Erfahrung nicht.

Bei mir lagen außerdem die optionalen Anker SOLIX Smart Plugs Gen 2 bei. Das sind smarte 16-Ampere-Zwischenstecker, die zum Beispiel eine mobile Wallbox oder ein E-Bike-Ladegerät einschalten, sobald genug Solarüberschuss da ist.

Technik: Smart Meter, Shelly und der Pro-Modus

Entscheidend ist nicht, was die PV-Anlage gerade macht, sondern wie viel Strom das Haus gerade verlässt. Im Paket war der neue Anker SOLIX Smart Meter Gen 2 für dreiphasige Netze mit sechs Messschleifen in zwei Gruppen. CT1 kommt an den Hausanschluss und misst Bezug und Einspeisung. CT2 übernimmt wahlweise eine von zwei Aufgaben: die PV-Anlage überwachen, damit die Prognose genauer wird, oder als Überlastschutz am Stromkreis der Solarbank die Leistung drosseln, wenn die Leitung ans Limit kommt.

Eingebaut habe ich den Smart Meter trotzdem nicht. Dafür hätte wieder der Elektriker an den Zählerschrank gemusst, und ich messe ohnehin schon alles. In der App habe ich einfach meinen Shelly Pro 3EM als Messbasis hinterlegt, ohne neue Schleifen und ohne Umbau.

Jetzt zum Teil für Profis. Ich habe eine SolarEdge-Anlage mit eigenem DC-Speicher. Laufen beide Speicher einfach gleichzeitig, entlädt sich der SolarEdge-Akku ins Hausnetz, die Anker-Bank hält das für Überschuss und lädt sich damit auf. Ein Akku-Ping-Pong mit doppelten Wandlungsverlusten. Meine Lösung ist die lokale Modbus-TCP-Schnittstelle der Solarbank: Ich habe sie in Home Assistant eingebunden und mit Node-RED eine Logik gebaut, die der Anker-Bank sagt, dass sie erst laden soll, wenn der SolarEdge-Akku voll ist oder so viel Überschuss vom Dach kommt, dass er sonst ins Netz ginge. Seitdem arbeiten DC- und AC-Speicher Hand in Hand.

Wem das zu viel Bastelei ist: Ab Werk bringt Anker eine KI-Steuerung mit, „Anker Intelligence“, die laut Hersteller Wetterprognosen und dynamische Tarife wie Tibber auswertet und lädt, wenn Strom günstig oder sogar negativ ist. Dazu kommt eine Sprachassistentin namens „Anka“, mit der sich die Ladestrategie anpassen lässt, auch für die Smart Plugs.

Härtetest 1: Hausbetrieb und Wirkungsgrad

Zuerst habe ich der Solarbank meinen günstigen Nachttarif verraten. In der ersten Nacht lud sie sich brav von 8 auf 100 Prozent und brauchte dafür laut meiner Messung 15,64 kWh. Danach habe ich sie im ganz normalen Hausbetrieb wieder bis auf den Sicherheitspuffer von 8 Prozent entladen. Das Haus war dabei 6,2 Stunden lang autark, bei einer Durchschnittslast von 2,02 kW. Aus dem Akku kamen 12,50 kWh, das sind 79,9 Prozent Wirkungsgrad im echten Betrieb.

Hausbetrieb: ein Zyklus von 8 auf 100 und zurück auf 8 Prozent
Kennzahl Wert Einordnung
Geladen (8 → 100 %, Nachttarif) 15,64 kWh Messwert, Shelly
Entladen (100 → 8 %) 12,50 kWh Messwert
Autarke Zeit 6,2 Stunden Messwert
Durchschnittslast 2,02 kW Messwert
Wirkungsgrad 79,9 % berechnet (12,50 ÷ 15,64)
Ersparnis gegenüber Einspeisung (7 ct rein, 32 ct Bezug) 2,91 € pro Zyklus berechnet (12,50 kWh × 32 ct − 15,64 kWh × 7 ct)
Ersparnis im Winter mit Nachtladung (18 ct rein, 32 ct Bezug) 1,19 € pro Zyklus berechnet (4,00 € − 2,81 €)

Härtetest 2: E-Auto über die Notstromsteckdose

Die zweite Prüfung ist die Notstrom-Demonstration. Laut Anker schaltet die integrierte USV bei einem Stromausfall in unter 10 Millisekunden um, Router, PC oder Kühlschrank laufen dann ohne Absturz weiter. Die Notstromdose allein liefert laut Hersteller 3.680 Watt, der normale AC-Anschluss bis 3.500 Watt, beide zusammen mit meinem Erweiterungsakku 5.000 Watt. Ich habe darüber mein E-Auto geladen. Dabei wird der Strom zweimal gewandelt, und jede Wandlung kostet. Hier die gemessene Kette:

E-Auto-Ladung über die Notstromsteckdose: Verlustkette
Station Energie Einordnung
In die Solarbank geladen 15,64 kWh Messwert, Shelly
Aus der Solarbank entladen 12,8 kWh Messwert, Zwischenstecker
Verlust Laden und Entladen am Speicher 18,2 % berechnet
An der Wallbox 11,7 kWh Messwert
Im Autoakku angekommen 11,0 kWh Anzeige Škoda-App
Verlust Kabel und Fahrzeug (bezogen auf den Speicherausgang) 14,1 % berechnet
Gesamtwirkungsgrad Netz bis Autoakku 70,3 % berechnet (11,0 ÷ 15,64)

Was heißt das in Euro? Die 11 kWh direkt aus dem Netz für 32 Cent hätten 3,52 Euro gekostet, mit meinem Nachttarif von 18 Cent 1,98 Euro. Hätte ich die 15,64 kWh stattdessen eingespeist, hätten sie nur 1,09 Euro gebracht. Je nach Vergleichsbasis liegt die Ersparnis damit zwischen 71 Cent und 2,43 Euro pro Ladung.

Kosten einer Autoladung von 11 kWh im Vergleich
Weg Kosten oder Wert Einordnung
Auto direkt aus dem Netz zu 32 ct 3,52 € berechnet
Auto direkt aus dem Netz zum Nachttarif 18 ct 1,98 € berechnet
Entgangene Einspeisung der 15,64 kWh zu 7 ct 1,09 € berechnet
Ersparnis mit PV-Strom über den Speicher statt 32 ct Netzbezug 2,43 € berechnet (3,52 € − 1,09 €)
Ersparnis mit Nachtladung des Speichers zu 18 ct statt 32 ct Netzbezug 0,71 € berechnet (3,52 € − 2,81 €)

Ehrlich gesagt heißt das auch: Wer das Auto ohnehin direkt zum Nachttarif laden kann, fährt damit günstiger als mit dem Umweg über den Speicher. Richtig lohnt sich die Kette, wenn Solarstrom vom Dach im Speicher landet, der sonst für 7 Cent ins Netz gegangen wäre. Dazu kommen Dinge, die sich schwer in Euro ausdrücken lassen, wie die Unabhängigkeit und das gute Gefühl, Sonnenstrom zu retten.

Mein Fazit

14 kWh liegen zum Earlybird-Preis bei rund 3.400 Euro. Anker spricht von einer Amortisation in bis zu 3 Jahren. Das halte ich für sportlich gerechnet, aber mit 7 Cent Einspeisung gegen 32 Cent Bezug rückt das Ziel in greifbare Nähe, erst recht, falls die Einspeisevergütung irgendwann ganz wegfällt. Was schwerer wiegt, muss jeder selbst entscheiden: Wie wichtig ist mir maximaler Eigenverbrauch, und was ist mir eine Notstromfunktion mit 10 Millisekunden Umschaltzeit wert?

Fest steht: Mit 3.500 Watt Ausgangsleistung laufen Waschmaschine und Geschirrspüler gleichzeitig, der Netzbezug geht deutlich zurück, und die Hardware wirkt gebaut für lange Jahre. Besonders passt die Solarbank MAX AC für Leute mit bestehender PV-Anlage, die nicht alles umbauen und die Handwerkerkosten klein halten wollen. Und wer wie ich schon einen Speicher hat, kann sie über Modbus und Home Assistant sauber in das vorhandene System einbinden.

Das ganze Video: Anker SOLIX Solarbank MAX AC: SolarEdge + Home Assistant Integration & echter Wirkungsgrad-Test

Meine Steuerung zum Nachbauen: Den Ansatz mit Home Assistant und Node-RED habe ich als kostenloses Cookbook aufgeschrieben. Wichtig: Es ist komplett mit KI erstellt, von mir nicht final geprüft und wird laufend weiterentwickelt. Nutzung auf eigenes Risiko, ohne Haftung und ohne individuelle Beratung.

Anzeige: Das Video entstand in Zusammenarbeit mit Anker SOLIX, das Gerät durfte ich behalten. Der Link zur Solarbank ist ein Partnerlink. In der Videobeschreibung stehen außerdem Empfehlungs- und Partnerlinks, etwa Tesla, die THG-Quote und Amazon, bei denen ich eine Provision erhalten kann. Wie ich mit KI arbeite, steht auf der Seite Wie ich mit KI arbeite, und wie ich mit Werbung umgehe, in meinem Kodex.

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