Zendure SolarFlow 2400 AC+ im Test: 85,4 % Wirkungsgrad und Shelly statt Zwangs-Smartmeter

Video: Zendure SolarFlow 2400 AC+ – Besser als der Pro? Mein ehrlicher Test

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Anzeige: Dieses Video ist eine Kooperation mit Zendure. Der SolarFlow 2400 AC+ wurde mir von Zendure zur Verfügung gestellt, und ich darf das Gerät behalten. Alle Messwerte habe ich selbst mit einem Shelly erhoben, Herstellerangaben sind im Text als solche gekennzeichnet.

Der Zendure SolarFlow 2400 AC+ sieht fast genauso aus wie der Pro, hat aber keinen einzigen Solar-Eingang. Das ist kein Sparen, sondern Absicht: Der AC+ ist die Plug-and-Play-Nachrüstlösung für alle, die schon eine PV-Anlage haben und ihren Überschuss speichern wollen, ohne den Keller aufzureißen. Wirkungsgrad, Standby und die Arbitrage-Rechnung habe ich selbst nachgemessen.

Das Ergebnis in vier Sätzen

Der Wirkungsgrad85,4 % bei voller Ladeleistung, von Netz zu Netz gemessen – praktisch gleichauf mit dem Pro.
Der StandbyBei leerem Akku glatt 0 Watt, voll im Mittel knapp 7 Watt. Der Pro zieht dauerhaft 34 Watt.
Die OffenheitShelly statt Zwangs-Smartmeter und eine offizielle Home-Assistant-Integration. Keine Zwangshardware.
Für wenFür alle, die schon eine PV-Anlage haben und ihren Überschuss retten wollen, statt ihn für 7 Cent einzuspeisen.

Pro oder AC+: warum es dieses Gerät gibt

Der Pro ist die Lösung für alle ohne PV-Anlage: Er hat vier MPPT-Eingänge, an die man die Module direkt anschließt. Der AC+ dreht das um. Er hat genau null Solareingänge, keinen einzigen MC4-Stecker – und das ist Absicht. Der Strom kommt hier nicht von den Modulen, sondern aus der Steckdose. Das Gerät ist ein bidirektionales AC-System: Es lädt aus dem Netz und speist auch wieder zurück. Für Leute wie Manuel, die schon eine Anlage auf dem Dach haben, ist das die kosteneffiziente Nachrüstlösung, ohne Elektriker und ohne Umbau.

Zendure SolarFlow 2400 AC+: Gerätedaten
Kennzahl Wert Einordnung
Kapazität 2,4 kWh, LFP-Zellen, erweiterbar Herstellerangabe
Bauart bidirektionales AC-System, kein Solar-Eingang (kein MPPT, kein MC4) Herstellerangabe
Laden aus dem Netz bis 2.400 Watt Herstellerangabe, im Test bestätigt
Smart-Meter-Anschluss RS485-Port für den Zendure Smart Meter 3CT (kein LAN/Ethernet) Angabe im Video
Notstrom eine Notstromsteckdose direkt am Gerät Beobachtung im Test
Sicherheit Dual-BMS plus Aerosol-Feuerlöschsystem, löst bei ca. 170 °C aus Herstellerangabe

Eine Richtigstellung zum Pro-Video: Der RJ45-Port ist kein LAN-Anschluss. Er spricht kein Ethernet, sondern RS485, und verbindet den Speicher per Kabel direkt mit dem Zendure Smart Meter 3CT (bzw. den kommenden 3CTS/1CTS). Wer komplett funkfrei fahren will, hat damit die stabilste Lösung.

Shelly statt Zwangs-Smartmeter

Statt einen Hersteller-Zähler zu kaufen und vom Elektriker einbauen zu lassen, hat Manuel einfach seinen vorhandenen Shelly Pro 3M in der Zendure-App ausgewählt. Kein Kabel, kein Umbau, kein Elektriker. Wichtig: Der Shelly wird nicht exklusiv gekapert, sondern der SolarFlow liest kooperativ mit – Home Assistant und andere Dienste können weiter auf dieselben Daten zugreifen. Das spart locker 100 Euro Hardware plus Elektrikereinsatz. Wer schon smart ist, wird hier nicht bestraft, sondern belohnt.

Home Assistant: die offizielle Integration

Beim Pro lief die Anbindung über MQTT. Beim AC+ hat Manuel die offizielle Zendure-Integration genommen – deutlich einfacher als das Werkeln mit dem MQTT-Explorer. Installieren, Gerät wird erkannt, und man bekommt eine Flut an Entitäten: Ladestand, Lade- und Entladeleistung, Netzleistung, Temperatur und kumulierte Energiezähler. Man kann nicht nur zuschauen, sondern auch steuern – AC-Eingangslimit, Ausgangslimit, Zielladestand und minimaler Ladestand lassen sich aus Home Assistant setzen. Ein Detail, das gefällt: Die Rückspeisung („Energy Export“) steht ab Werk auf verboten. Das Gerät speist nicht wild los, man muss die Einspeisung bewusst freigeben.

Die Leistungsgrenzen nicht verwechseln

Auf dem Datenblatt stehen 2.400 Watt, in der Home-Assistant-Integration beim Wechselrichter aber maximal 800 Watt. Beides stimmt – man muss nur wissen, wofür.

Leistungsgrenzen des SolarFlow 2400 AC+
Pfad Leistung Bedingung
Einspeisung ins Hausnetz über Schuko 800 Watt die Grenze an der normalen Steckdose; ab Werk so eingestellt
Laden aus dem Netz bis 2.400 Watt im Test bestätigt, sauber gehalten bis zur Ladeendphase
Einspeisung über 800 Watt bis 2.400 Watt nur mit eigenem, ausgelegtem Stromkreis, passender Absicherung und Installation durch eine Elektrofachkraft
Notstromsteckdose am Gerät mehr als 800 Watt möglich Inselbetrieb; hier gilt die 800-Watt-Grenze des Hausnetzes nicht

Anmeldung in Deutschland

Sobald ein Akku im Spiel ist, gilt so ein Gerät rechtlich nicht mehr als einfaches Steckersolargerät. Formal ist man dann eine Kleinerzeugungsanlage mit Anmeldung beim Netzbetreiber, und oft will der vorher den Zähler getauscht haben. Technisch bleibt das Ding Plug and Play, das Drumherum auf dem Papier ist in Deutschland aber eine andere Geschichte. Manuel verweist dafür ausdrücklich auf das Regelwerk-Video des Akkudoktors, das die Anmeldung sauber aufdröselt.

Messungen: Wirkungsgrad und Standby

Gemessen hat Manuel das ganze Wochenende mit dem Shelly, automatisiert über Home Assistant: Speicher voll laden, eine Stunde ruhen lassen, dann mit einem zufällig wechselnden Lastprofil wieder leerziehen – damit es nicht wie eine künstliche Laborkurve aussieht.

SolarFlow 2400 AC+: eigene Messungen
Kennzahl Wert Einordnung Bedingung
Wirkungsgrad bei voller Ladeleistung 85,4 % Messwert rein 2,63 kWh, raus 2,24 kWh
Wirkungsgrad bei 800 Watt laden 81,5 % Messwert rein 2,67 kWh, raus 2,17 kWh – langsames Laden schneidet schlechter ab
Standby bei leerem Akku 0 Watt Messwert über 5 Stunden am Zähler
Standby im Mittel knapp 7 Watt Messwert über mehr als zwei Tage; voll holt sich das Gerät etwa alle 9 Stunden einen kurzen Erhaltungsschub
Zum Vergleich: SolarFlow 2400 Pro dauerhaft 34 Watt Standby Messwert aus dem Pro-Test

Das Kontraintuitive: Langsames Laden mit 800 Watt ist schlechter, nicht besser. Je länger der Ladevorgang dauert, desto länger läuft auch die Elektronik mit Wechselrichter und BMS mit und nuckelt am Grundverbrauch. Beim Standby hängt der AC+ den Pro dagegen klar ab – diese Erkenntnisse stehen in keinem Datenblatt.

Energie-Arbitrage ehrlich gerechnet

Billig laden, teuer nutzen – das klingt nach großem Sparpotenzial, und Zendure wirbt mit „hunderten Euro pro Jahr“. Manuel lässt das nicht unkommentiert: In jede Rechnung gehören die Wandlungsverluste.

Arbitrage am Beispiel von Manuels Tarif
Kennzahl Wert Einordnung
Preis-Spread 18 Cent laden nachts, 32 Cent abends nutzen Beispiel im Video, eigener Tarif
Realer Vorteil nach Verlusten rund 9 bis 10 Cent je gespeicherter kWh berechnet, bei rund 85 % Wirkungsgrad
Bei einem Zyklus pro Tag grob 18 bis 20 Cent am Tag (gut 2 kWh nutzbar) berechnet
Übers Jahr niedriger dreistelliger Bereich berechnet; nur, wenn täglich saubere Spreads laufen

Hunderte Euro sind also nicht aus der Luft gegriffen, setzen aber voraus, dass der Speicher wirklich jeden Tag ein paar saubere Spreads fährt. Zendure bietet dafür einen eigenen dynamischen Tarif und eine KI-Optimierung an; Manuel selbst fährt das über seinen Octopus-Tarif und sein eigenes Energiemanagement.

Pro oder AC+: die Entscheidungshilfe

Noch keine PV, aber PlatzDu hast Balkon oder eine freie Fläche für ein paar Module? Dann nimm den Pro: Mit vier MPPT-Eingängen ist er Solaranlage und Speicher in einem.
Schon eine Anlage auf dem DachDu willst nur deinen Überschuss retten, statt für 7 Cent einzuspeisen? Dann ist der AC+ die elegantere und günstigere Nachrüstlösung: Steckdose, Shelly, fertig.
Nur Arbitrage, ohne eigene PVTheoretisch gehen beide, aber der AC+ ist dafür gemacht – ohne Geld für ungenutzte MPPT-Eingänge und mit dem niedrigeren Standby.

Mein Fazit

Der SolarFlow 2400 AC+ ist der konsequent zu Ende gedachte Zwilling des Pro: gleiche 2,4 kWh, gleicher kleiner „Feuerwehrmann“ an Bord, aber ohne Solareingänge und mit dem deutlich besseren Standby. 85,4 % Wirkungsgrad bei voller Ladeleistung sind solide, die 0 bis 7 Watt im Ruhezustand sind klasse. Das stärkste Argument bleibt aber die Offenheit des Ökosystems: Shelly statt Zwangshardware, MQTT und eine offizielle Home-Assistant-Integration. Wer schon eine Dachanlage hat, bekommt hier eine ehrliche Nachrüstlösung. Wie haltet ihr es – lasst ihr eine KI euer Geld verwalten oder seid ihr Kontrollfreaks mit eigenem Energiemanagement? Schreibt es gern in die Kommentare.

Das Video ist ein Werbevideo in Kooperation mit Zendure; das Gerät wurde gestellt und darf behalten werden. Alle Messwerte sind selbst erhoben. In der Videobeschreibung stehen außerdem weitere Partnerlinks (u. a. Aira Wärmepumpe, THG-Quote, Amazon), bei denen ich eine Provision erhalten kann. Wie ich mit KI arbeite, steht auf der Seite Wie ich mit KI arbeite, und wie ich mit Werbung und Leihgaben umgehe, in meinem Kodex.

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