Energie-Update September 2026: Die Speicher schlagen die Sonne, 140 kWh gehen dabei verloren

Video: Energieupdate September: Meine Speicher haben die Sonne geschlagen – und 140 kWh dabei verloren

Video auf YouTube ansehen →

539 Tage hat mein Stromzähler gebraucht, um offiziell fertig zu werden. Seine Daten sehe ich schon seit Sommer 2025. Und der September hatte eine Premiere: Zum ersten Mal kam in meinem Haus mehr Strom aus den Speichern als direkt vom Dach. Das Energie-Update in Zahlen, mit der Kehrseite: Rund 140 Kilowattstunden sind beim Speichern verloren gegangen.

Der Monat auf einen Blick

Energie-Update September 2026: die wichtigsten Kennzahlen
Kennzahl Wert Einordnung Bedingung und Quelle
Hauptanlage auf dem Dach 848 kWh Messwert September 2026
Balkonkraftwerk 52 kWh Messwert Module über der Kellertreppe, Speicher im Keller
Dach zusammen 900 kWh berechnet 848 plus 52 kWh
Vergleich mit dem Vorjahr 11 % mehr als im September 2025 Auswertung zweitbester September seit Inbetriebnahme, Rekord bleibt 2023
Drittes Quartal gut 3.200 kWh Auswertung das beste dritte Quartal, das ich je hatte
Sonnenstunden 152 Stunden, gut 5 pro Tag Messwert September 2026
Hausverbrauch 752 kWh Messwert inklusive Autoladen
Woher der Hausstrom kam rund 400 kWh aus den Speichern, rund 200 kWh direkt vom Dach, 154 kWh aus dem Netz Messwert, gerundet zum ersten Mal mehr aus den Speichern als direkt vom Dach
Netzbezug und Einspeisung 154 kWh bezogen, 142 kWh eingespeist Messwert am Hausanschluss gemessen
Autarkie knapp 80 % Auswertung im August waren es 71 %; autarkster Tag war der 25. September mit einer halben kWh aus dem Netz
Stromrechnung circa 39 Euro Auswertung inklusive Grundgebühr, abzüglich Einspeisung, auf den Kalendermonat umgerechnet

Ich runde im Video die Kilowattstunden auf volle Zahlen, damit es sich leichter erzählt und hört. Eingeblendet sind die genauen Werte.

Das Dach: bester und schlechtester Tag

Bester Tag war der 6. September mit knapp zehn Stunden Sonne und 48 kWh vom Dach. 35 davon gingen direkt ins Haus, sieben in den Speicher und sechs trotzdem noch ins Netz. Am 13. September gab es dagegen nur 20 Minuten Sonne und gerade einmal vier kWh vom Dach. Das Haus brauchte an dem Tag trotzdem 18 kWh, allein der LG-Speicher lieferte neun davon, mehr als doppelt so viel wie das ganze Dach.

Modul des Monats und das Schornstein-Problem

Module mit dem höchsten Ertrag im September 2026
Platz Modul Ertrag Standort
1 Jürgen 36,6 kWh Hauptdach, im August noch Platz vier
2 Rita 36,16 kWh Gaube
3 Lizzy 36,06 kWh Gaube, Siegerin vom August
Durchschnittsertrag pro Modul nach Ausrichtung im September 2026
Gruppe Ertrag pro Modul Einordnung
Gaube und Hauptdach rund 34,5 kWh praktisch gleichauf
Balkongeländer nach Westen 29 kWh Messwert, gerundet
Balkongeländer nach Süden 26 kWh Messwert, gerundet
Zwei aufgestellte Module dahinter 25 kWh Messwert, gerundet

Auffällig ist Modul 1.1.18 auf der Gaube. Es liegt 16 Prozent unter seinen Nachbarn, weil der Schornstein daneben es verschattet. Einen Namen hat es noch nicht, Vorschläge gern in die Kommentare. Den Schornstein brauchen wir wegen der Wärmepumpe eigentlich nicht mehr. Ich will einmal ausrechnen, was mich die Verschattung kostet, und dann schauen, ob sich ein Abriss irgendwann lohnt.

Wohin der Strom ging

Verbraucher-Ranking im September 2026
Verbraucher Verbrauch in kWh Einordnung
Autos (Laden zu Hause) 81 Messwert
Kühlschrank 48 Messwert
Wärmepumpe 47 Messwert
NAS-Technik (mein Büro-Schrank) 46 Messwert
Netzwerk im Keller 35 Messwert
Trockner 31 Messwert
Spülmaschine 29 Messwert
Waschmaschine 20 Messwert
Durchlauferhitzer im Obergeschoss 19 Messwert
Entfeuchter 18 Messwert
Drei Klimaanlagen im Obergeschoss 16 Messwert, davon 13 kWh Kühlen und 3 kWh Heizen

Die Klimaanlagen zeigen die Übergangszeit: Es war noch warm genug zum Kühlen, abends aber schon so kühl, dass sie etwas heizen mussten. Beim Trockner hält der Effekt der Reinigung an. Vor der Reinigung brauchte er 3,3 kWh pro Lauf, jetzt sind es rund 1,1 kWh. Dass er insgesamt mehr verbraucht hat als im August, liegt daran, dass doppelt so oft getrocknet wurde. Gereinigt wurden laut Beschreibung des August-Updates die Wärmetauscherlamellen, mehr dazu im Artikel zum August.

Wärmepumpe: 2,7 nachgerechnet, 4,6 laut App

Die Heizung blieb im September aus, die Wärmepumpe machte nur das Brauchwasser warm und nicht das Wasser in den Heizkörpern. Im Erdgeschoss haben wir zweimal den Holzofen angemacht, als es etwas kühl wurde, und im Obergeschoss halfen die Klimaanlagen beim Heizen. In der Übergangsphase brauche ich die große Anlage noch nicht.

Wärmepumpe Aira im September 2026, nur Warmwasser
Kennzahl Wert Einordnung
Stromverbrauch 47 kWh Messwert
Abgegebene Wärme 128 kWh Messwert
Arbeitszahl 2,7 berechnet: 128 kWh Wärme geteilt durch 47 kWh Strom
Effizienz laut Aira-App 4,6 Anzeige der App, mit mehr Wärme als gemessen

Der Unterschied zwischen App und Nachrechnung besteht weiter. Wie er zustande kommen könnte, habe ich im August angesprochen.

Die Grundlast: 500 Watt nachts

Dirk hat unter dem letzten Video geschrieben, ich solle die Grundlast nachts messen, wenn der Strom aus dem Speicher kommt, dann sehe man sauber, was das Haus im Leerlauf braucht. Er selbst kommt mit vier Kühlschränken, einer Tiefkühltruhe und drei Fernsehern im Standby auf 180 bis 300 Watt und fand meine 550 Watt definitiv sehr viel. Er hat recht. Ich habe nachgemessen: Nachts zwischen 1 und 4 Uhr liege ich bei gut 500 Watt.

Woher die 500 Watt Grundlast kommen
Verbraucher Dauerleistung Einordnung
Kühlschrank, NAS und Netzwerktechnik knapp 180 Watt, rund um die Uhr Messwert
Gefrierschrank im Keller, Hue-Bridge, Homematic-Zentrale mit rund 20 Aktoren, SofaBaton-Hub, Flur-Tablet, sechs Kameras, Wallbox im Standby, Lampen und Steckdosen zusammen gut 100 Watt Messwert
Davon erklärt mehr als die Hälfte der 500 Watt Auswertung

Jedes Gerät für sich ist klein, aber es läuft 24 Stunden am Tag. Den Rest suche ich weiter.

Die Speicher: Wirkungsgrade und 140 kWh Verlust

Von den 752 kWh Hausverbrauch kamen rund 400 aus den Speichern, nur rund 200 direkt vom Dach und 154 aus dem Netz. Die Kehrseite: Rund 140 kWh sind bei der Wandlung verloren gegangen.

Speicher im September 2026
Speicher Wert Einordnung Hinweis
LG-Speicher im Keller Wirkungsgrad 91 %, Gesundheitszustand 90 % Angabe im Video Gesundheitszustand unverändert zum Vormonat
Anker 286 kWh geladen, 212 kWh abgegeben, Effizienz laut Video 77 % Messwert, Effizienz laut Video aus den beiden kWh-Werten ergibt sich rechnerisch rund 74 %; die Abweichung klärt das Video nicht auf
Zendure SolarFlow 2400 Pro im Keller rund 73 % Angabe im Video hier hängen die Balkonmodule über der Kellertreppe
Zendure SolarFlow 2400 AC im Büro rund 60 % Angabe im Video inzwischen zu meinem Bruder umgezogen, ein Video dazu folgt
Verluste insgesamt rund 140 kWh Auswertung bei der Wandlung im September

Die Autos: so wenig wie noch nie

Bei den Autos war es ruhig. Der MG4 war den ganzen Monat bei meiner Schwester unterwegs und hat bei uns weder geladen noch Kilometer gemacht. Bei uns fuhren nur der Enyaq und die Testwagen, darunter der Kia EV2 und der Volvo EX90.

Enyaq: Laden zu Hause im September 2026
Kennzahl Wert Einordnung Bedingung
Geladen zu Hause 81 kWh Messwert so wenig wie noch nie seit Beginn meiner Aufzeichnungen
Anteil direkt von der PV-Anlage rund 65 % Auswertung nachweislich direkt vom Dach
Verlust von der Wallbox bis in den Akku 6 % Messwert Ladeverlust
Kosten für 344 Kilometer 9 Euro, das sind 2,64 Euro auf 100 km Angabe im Video Strom zu Hause

Dass der Grünanteil nicht höher war, liegt vor allem am 4. September. Da hat der Enyaq mittags 19 kWh mit voller Leistung gezogen, und die Anlage kam nicht hinterher. Das war echtes Netzladen, aber zum günstigen Preis: Octopus hatte ein Fenster freigegeben, in dem mein Strom nur 0,18 Euro kostete.

Finanzen: 39 Euro und knapp 80 Prozent Autarkie

Die Stromrechnung liegt bei circa 39 Euro, inklusive Grundgebühr und abzüglich Einspeisung. Das ist nur ungefähr, weil mein Abrechnungszeitraum bei Octopus immer vom 19. bis zum 20. läuft und nicht im Kalendermonat endet. Ich rechne es hier auf die Monate um.

Was die Anlage im September 2026 gebracht hat
Posten Wert Einordnung Hinweis
Direkt genutzter Solarstrom rund 51 Euro Auswertung Wert des selbst verbrauchten Stroms
Von den Speichern gerettet rund 80 Euro Auswertung Verluste sind bereits abgezogen
Einspeisung rund 10 Euro Auswertung September 2026
Go-Tarif gegenüber Festpreis 2,35 Euro günstiger Auswertung September 2026
Gutschrift für smartes Laden 8,19 Euro Angabe von Octopus für den August; Zusatzfenster außerhalb der Nacht, nutzbar für das ganze Haus, auch für die Speicher

Zum ersten Mal haben die Speicher damit mehr gebracht als die Sonne direkt. Die Anschaffungskosten der Speicher stehen nicht unbedingt in einem Verhältnis dazu, das kann aber jeder für sich bewerten. Sie sind in dieser Rechnung nicht enthalten.

Bürokratie: 539 Tage bis zum Smart Meter

Der Weg zum fertigen Smart Meter
Stand Datum und Dauer
Smart Meter eingebaut 14. März 2025
Go-Tarif läuft nach 250 Tagen, im November 2025
Mail „vollständig einsatzbereit“ 4. September 2026, nach weiteren 289 Tagen
Gesamt 539 Tage

Der Papierkram hat also noch einmal 289 Tage gebraucht, um zu bestätigen, was längst lief. Beim § 14a ist seit Juni nichts passiert, Modul 3 lässt weiter auf sich warten. Meine Einspeiseabrechnung für 2025 fehlt seit gut neun Monaten. Die kam sonst immer ungefähr im März, das liegt wohl auch am Zähler, und ich hoffe, dass jetzt alles weiterläuft. Von meinem früheren Stromanbieter, den Stadtwerken Duisburg, habe ich zudem noch einmal eine Kündigung bekommen, bei der der Zähler abgemeldet wurde. Das sind meine Erfahrungen mit meinem Netzbetreiber, keine Rechtsauskunft.

Termin: Am 21. November 2026 findet in Solingen im Alten Bahnhof das Smart Living Forum statt, schon zum dritten Mal, eingeladen hat die Stadt Solingen. Es geht um Smart Home im Alltag und darum, was die Stadt selbst als Smart City macht. Dabei sind unter anderem Spielundzeug, openHAB, ioBroker, Simon42 und eQ-3, also die Leute hinter Homematic, und ich bin als Solinger auch da. Der Eintritt ist frei.

Was bleibt vom September?

Der September war ein Speichermonat. Weniger Sonne, dafür haben die Akkus den Großteil übernommen, mit Verlusten, aber unterm Strich hat es sich gelohnt. Jetzt zu euch: Wisst ihr, wie viel bei euch beim Speichern verloren geht? Bei mir waren es im September rund 140 kWh. Schreibt dazu, ob ihr einen DC- oder AC-Speicher habt und ob ihr das schon einmal nachgemessen habt.

Alle Messwerte sind unsere eigenen. Das Vorschaubild und die Kapiteltrenner im Video, ein animiertes Bild unseres Hauses, sind KI-generiert. In der Videobeschreibung stehen Partnerlinks, etwa zu Aira, zur THG-Quote und zu Amazon, bei denen ich eine Provision erhalten kann. Wie ich mit KI arbeite, steht auf der Seite Wie ich mit KI arbeite, und wie ich mit Werbung umgehe, in meinem Kodex.

Verwandte Themen: Photovoltaik und Speicher · Energie-Update August 2026 · Energie-Update Juli 2026 · Smart Home